PRC-Schriftzug

Über Paul Robeson

  • 1898 — Geboren am 9. April in Princeton, New Jersey; Vater: William Robeson - Prediger, Mutter: Maria Louisa Robeson - Lehrerin
  • 1903 — Früher Tod der Mutter; danach streng religiöse Erziehung durch den Vater, dieser stirbt 1918.
  • 1909–23 — Besuch von Rutgers College (AB) und Columbia University (LLB); als erfolgreicher Football-Spieler Mitglied des "All-American Football Team" und der "Phi Beta Kappa", einer Ehrenorganisation der Beststudenten.
Paul Robeson
  • 1921 — Heirat mit Eslanda Cardozo Goode, Chemiestudentin.
  • 1924 — Aufgabe der Rechtsanwaltslaufbahn wegen Rassendiskriminierungen. Erfolgreich in den Hauptrollen von "All God's Chillun Got Wings" und 1925 in "The Emperor Jones" von O'Neill in New York und London.
  • 1925 — Erstes überwältigendes Konzert am 19. April, begleitet vom Pianisten Lawrence Brown, mit ausschließlich afroamerikanischen Liedern.
  • 1927 — Sohn Paul (genannt Paul Jr.) am 2. November geboren.
  • 1928–39 — Wohnsitz London; Studium afrikanischer und asiatischer Sprachen, "entdeckt" seine Wurzeln. Erste Othello-Premiere 1930. Insgesamt 11 Filmrollen in Schweiz, England und USA: 1930 "Borderland"; 1933 "The Emperor Jones"; 1934 "Sanders of the River"; 1935 "Show Boat"; 1936 "Song of Freedom"; 1937 "Big Fella", "King Salomon's Mines", "Jericho"; 1938 "Proud Valley" u. a.; Konzerte und Schauspiel u. a. in Düsseldorf, Berlin und Dresden. Diverse Plattenveröffentlichungen. Spielt 1933 ohne Gage vor jüdischen Immigranten in London. 1934 Besuch Moskaus auf Einladung Sergej Eisensteins. Gründet 1937 Rat für Afrikanische Angelegenheiten. Gibt 1938 Konzerte zur Unterstützung des spanischen Freiheitskampfes.
  • 1930 — Erstmalig in Britischer Ausgabe von "Who's Who" verzeichnet (in USA niemals), erste Biographie erscheint (Autorin Eslanda Robeson).
  • 1932 — Erhält erste von vielen Ehrendoktorwürden weltweit: "Honorary Master's Degree" der Rutgers University.
  • 1939 — Rückkehr in die USA. Begeistert Millionen Zuhörer mit seiner Interpretation der "Ballad for Americans" von und mit Earl Robinson. Aktiv im antifaschistischen Kampf und für Freundschaft mit UdSSR.
Paul Robeson als Othello
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  • 1942-45 — Letzter kommerzieller Film: "Tales of Manhattan". Spielt zum zweiten Mal Othello in den USA. Gibt zusammen mit anderen Künstlern Konzerte vor Alliierten Truppen in Frankreich, Deutschland und der Tschechoslowakei.
  • 1949 — Europatournee. Informiert über verzweifelte Lage seiner schwarzen Landsleute in den USA. In Peekskill bei NY wird Konzert von Rassisten gesprengt, ein zweites findet trotz Angriffen und Polizeiterror mit über 25 000 Besuchern statt. Singt auf dem ersten Weltfriedenskongress in Paris und ruft zur Erhaltung des Weltfriedens auf.
  • 1950 — Beginn der McCarthy-Ära in den USA. Am 28. Juli öffentlicher Auftritt gegen Koreakrieg. Versuchter Mordanschlag. Wegen Verdachtes, Kommunist zu sein, öffentliches Auftrittsverbot und Entzug des Reisepasses. Beginn eines achtjährigen Kampfes um den Zugang zu den Massenmedien und die Rückgabe des Passes. Weltfriedenspreis für Musik. Gibt eigenes Magazin "Freedom" in Harlem heraus.
  • 1950-58 — Weltweite Protestbewegung für das Ende von Robesons Berufsverbot.
  • 1952 — Erhält Sowjetischen Friedenspreis.
  • 1954 — Vorsitz bei Konferenz zur Unterstützung der antikolonialen Befreiungsbewegung in NY.
  • 1956 — Verhör vor "Ausschuß zur Untersuchung unamerikanischer Tätigkeit".
  • 1957 — Britisches "Paul-Robeson-Komitee" organisiert Telefonkonzert zwischen NY und London und gibt US-Regierung der Lächerlichkeit preis.
  • 1958–61 — 60. Geburtstag. Öffentliche Feiern in aller Welt. Autobiographie "Here I stand" erscheint. Rückgabe des Reisepasses. Dreijährige Tournee durch Europa, Australien und Neuseeland.
  • 1959 — Spielt ein drittes Mal den "Othello" in England. Singt zu den Weltfestspielen in Wien.
Paul Robeson-Plakat
  • 1960 — Zweimaliger Besuch Berlins, Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität, Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR.
  • 1963 — Letzter Besuch in Berlin. Nimmt für immer Abschied von der Bühne.
  • 1965 — Eslanda Robeson stirbt, Übersiedlung nach Philadelphia.
  • 1976 — Paul Robeson stirbt am 23. Januar in Philadelphia.
Bearbeitet zur Veröffentlichung im Internet von Thomas Pohle. Ursprüngliche Quelle: Stiftung Akademie der Künste, Paul-Robeson-Archiv, Robert-Koch-Platz 10, D-10117 Berlin.
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